Gebet an den Planet

Es tut mir Leid: Tier,
Denn sie mögen dich so sehr
sie wollen alles von dir und am liebsten noch mehr
deine Haut ist ihre Kleidung
dein Fleisch ist ihr Essen
dein Geist ist vergessen

bei dem Versuch das Recht auf Leben
in Gesetze zu verpacken,
haben sie bei dir ,Tier
einige Sätze weggelassen.
Deine Schreie zu erhören wurde leider verpasst
weil du für Menschen
keine verständliche Stimme hast
erheb ich meine Stimme für dich,
es scheint noch immer vonnöten,
ihr erinnert euch (nicht)- du sollst nicht töten!
denn du kriegst, was du gibst
bist was du isst,
weisst was das heisst:
alles kommt zurück – alles kommt zurück

Hier ist mein Gebet an diesen Planet,
Der Versuch zu beschreiben,
was mir Nahe geht,
Solang‘ sich diese Welt noch dreht, werdet ihr meine Stimme hören
und immerwieder Menschen treffen,
die aufs Leben schwören.

Wir alle beten für diesen Planeten
Um jedem neuenen Tag
in Hoffnung zu begegnen
Und unser Licht durchbricht die Nacht in dem Glauben daran,
dies ist die dunkelste Stunde
vor dem Sonnenaufgang.

Es tut mir leid: Natur,
Denn deine Erben erheben sich gegen dich
und erledigen dich.
Du warst vollkommen in Vielfalt,
mit allem im Einklang,
bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang.
All deine Plätze, die am Anfang allen gut vertraut,
Sie wichen Plätzen,
die auf Tränen und Blut gebaut.
Ich seh die Wunden blinder Wut auf deiner Haut entstehen,
obwohl doch die, die dich verletzen damit gegen sich gehen.
Und dennoch liegt etwas Heiliges
in deiner Luft,
An besonderen Plätzen,
ein besonderer Duft,
der mir sagt, dass jeder Weg so wichtig ist,
wie jeder Fluß
Und jeder Baum, jeder Berg
dort steht wo er muss.
Sie handeln wider ihrem Sinn,
als wären sie blind,
wenn ihre Ziele nicht in Einklang mit den deinen sind.

Und selbst um dich -Mensch-
tut es mir leid,
Denn du quälst dich selbst die meiste Zeit,
Im Krieg mit deinem Ego stehst du neben dir
Ewig die Frage verdrängend „Weswegen leben wir?“
Du findest keinen Frieden hier,
Wirst zum seelenlosen Wanderer
Und dein Lebenskampf geht auf die Kosten anderer
Verfolge in Liebe all die Ziele, die du gut nennst,
Doch gehe nie gegen dein eigenes Blut -Mensch!
Denn du irrst, wenn du denkst „Hier steht jeder für sich.“
Was gegen uns geht, geht gegen dich!
An jedem Start ist ’ne Ziel-Linie
Und wir sind alle gleich weit, und aus einer Familie.
Um die Tests dieser Zeit zu bestehen
Und um weiter zu gehen,
Muss hier jeder sein Ego in Demut zurück nehmen… 🙏

Gebet an den Planet – Songtext
von Thomas D
P.S.: …weil nicht immer alles Friede, Freude, Zotteladenkuchen ist…

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