Eine Anastasia-Geschichte zum 1. Advent

Da ich viele Erzählungen und Geschichten aus den Anastasia-Büchern sehr berührend finde und sie zum Nachdenken anregen, möchte ich euch diese Geschichten in der be-sinn-lichen Vorweihnachtszeit gern zum Lesen hier abbilden.
Auszug aus „Anastasia-Tochter der Taiga“ Band 1, Kapitel 11

Anastasias Vorliebe für Kleingärtner

Anastasia erzählte mir ausführlich und mit Begeisterung, welche Möglichkeiten sich dem Menschen durch den Umgang mit Pflanzen eröffnen. Es gibt zwei Themen, über die Anastasia mit besonderer Begeisterung, ja geradezu mit einer Art von Verzückung oder Liebe spricht: Kindeserziehung und Kleingärtner. Wenn ich hier alles wiedergäbe, was sie über die Kleingärtner sagt, welche Bedeutung sie ihnen beimisst, so hätte man wohl das Gefühl, man müsse vor ihnen auf die Knie fallen. Sie meint, dass sie uns alle vor dem Verhungern bewahrt haben, dass sie den Samen des Guten in die Herzen säen, dass sie die Gesellschaft der Zukunft heranbilden… Es ist unmöglich alle Punkte aufzuzählen. Sie würden ein ganzes Buch füllen. Anastasia versuchte, ihren Standpunkt mit Argumenten und Beweisen zu untermauern.

„Sieh mal, die Gesellschaft, in der du lebst, kann eine Menge lernen durch den Umgang mit Pflanzen, wie sie zum Beispiel auf euren Datschen gezüchtet werden. Ja, ich meine vor allem die Kleingärten und nicht die riesigen, unpersönlichen Felder, über die monströse, unsinnige Maschinen kriechen. Menschen, die ein eigenes Stück Land bearbeiten, geht es besser, und viele von ihnen leben auch länger. Sie werden gütiger und herzlicher. Es sind auch die Kleingärtner, die uns zur Einsicht verhelfen, dass die technokratische Entwicklung der Gesellschaft schadet.“

„Anastasia, es geht mir jetzt nicht darum, ob es so oder so ist. Was hast du damit zu tun? Worin besteht deine Hilfe?“

Sie nahm mich bei der Hand und zog mich zu sich. Wir legten uns mit dem Rücken ins Gras, die Handflächen nach oben. 

„Schließe die Augen, entspanne dich und versuche dir vorzustellen, was ich dir sage. Ich werde jetzt mithilfe meines Strahls einen solchen Kleingärtner suchen und ihn aus der Ferne beobachten.“

Einige Zeit schwieg Anastasia, dann sprach sie: „Eine ältere Frau faltet ein Stück Mulltuch auseinander, in dem angefeuchtete Gurkensamen liegen. Die Samen haben schon gekeimt, und sie nimmt einen Keimlingin die Hand. Ich deute ihr an, dass sie die Samen nicht so lange in dem feuchten Tuch lassen sollte, andernfalls werden die Keimlinge nach dem Aussetzen nicht richtig wachsen. Das Wasser, das sie benutzt, eignet sich nicht für das Wachstum, und die Samen werden krank werden. Die Frau denkt, sie selbst sei zu dem Schluss gekommen. Teilweise ist es auch so. Ich habe ihr nur etwas nachgeholfen, darauf zu kommen. Jetzt wird sie anderen Menschen ihre Gedanken mitteilen. Eine kleine Tat ist vollbracht.“

Anastasia erklärte mir, dass sie in ihrem Geist verschiedene Situationen imaginiert, die mit der Arbeit und Erholung des Menschen sowie Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Mensch sowie zwischen Mensch und Pflanzen zu tun haben. Wenn eine von ihr imaginierte Situation sich der Realität am meisten nähert, stellt sich ein Kontakt ein, bei dem sie den betreffenden Menschen sehen kann und fühlt, woran erleidet und was er empfindet. Sie tritt gleichsam in sein Bewusstsein ein und teilt ihm ihre Kenntnisse mit. Anastasia sagte, dass die Pflanzen auch auf den Menschen reagieren, dass sie ihn lieben oder hassen und seine Gesundheit positiv oder negativ beeinflussen können.

„Wie du dir vorstellen kannst, habe ich eine Menge zu tun. Ich beschäftige mich mit Gartenland. Die Kleingärtner besuchen Beete und behandeln die Pflanzen wie ihre eigenen Kinder, nur sind leider ihre Beziehungen zu den Pflanzen völlig intuitiv. Die wahre Bedeutung und Bestimmung dieser Beziehungen ist ihnen noch nicht klar geworden. Alles auf der Erde -jeder Grashalm, jeder Käfer- hat seine eigene Aufgabe und ist für den Dienst am Menschen bestimmt. Zahlreiche Heilpflanzen bestätigen dies. Die Menschen eurer Welt wissen davon zu wenig. Deshalb können Sie diese Möglichkeit nicht in vollem Umfang zu ihrem Vorteil nutzen.“

Ich bat Anastasia, den Nutzen des bewussten Umgangs mit Pflanzen an einem konkreten Beispielzu zeigen, damit man dies in der Praxis prüfen und wissenschaftlich untersuchen könne. Anastasia überlegte kurz, dann strahlte sie plötzlich und rief aus: „Die Kleingärtner, ja, meine geliebten Kleingärtner werden euch alles beweisen und eure Wissenschaftler verblüffen. Wieso bin ich nicht früher darauf gekommen?“

Dieser Einfall rief bei ihr stürmische Freude hervor. Übrigens habe ich Anastasia nicht ein einziges Mal betrübt gesehen. Sie ist hin und wieder ernst, nachdenklich oder konzentriert, doch meistens ist sie gelöster Stimmung. Diesmal war sie von Freude überwältigt: Sie sprang auf und klatschte die Hände. Im Walde schien es heller zu werden, ja er kam regelrecht in Wallung – als spreche er mit ihr durch das Rauschen der Baumkronen und durch die Vogelstimmen. Anastasia drehte sich wie im Tanz. Mit strahlendem Gesicht setzte sie sich zu mir und sagte: „Jetzt werden sie es glauben, und das dank meiner geliebten Kleingärtner! Sie werden Ihnen alles erklären und beweisen.“

Ich wollte an das unterbrochene Gespräch anknüpfen und sagte: „Da wäre ich mir nicht so sicher. Du behauptest, jeder Käfer sei zum Wohl des Menschen geschaffen. Wie aber kann man das glauben, wenn man mit Ekel zusieht, wie Kakerlaken über den Küchentisch krabbeln? Sind sie ebenfalls zum Wohl des Menschen geschaffen?“

„Kakerlaken“, erwiderte Anastasia, „krabbeln nur auf schmutzigen Tischen herum. Sie sammeln dort winzige Essensreste, die vor sich hinfaulen, und verarbeiten sie, um sie dann an einem versteckten Ort in Form harmloser Abfälle abzulegen. Wenn es zu viele werden, kann man sich einen Frosch ins Haus holen, dann wird es weniger Kakerlaken geben. “

Die im Weiteren von Anastasia vorgeschlagenen Verfahren für Kleingärtner widersprechen wohl der anerkannten Botanik und mit Sicherheit den allgemeingültigen Regeln des Gartenbaus. Doch ihre Vorschläge sind so grandios, dass ich glaube, jeder sollte sie in seinem Garten oder einem Teil davon ausprobieren, da sie nur von Nutzen sein und nicht schaden können. Übrigens ist vieles davon durch die Versuche des Biologen Dr. N.M. Prochorow bestätigt worden.

Nächsten Sonntag  gibt es die Fortsetzung zu diesem Kapitel.

Ich wünsche euch einen wunderbaren und ruhigen 1. Advent.

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Beste Grüße,

Eure Woodstock

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